Zehn Jobs, mit denen ihr auf Reisen Geld verdienen könnt

Für viele ist es ein Traum: Einfach den Job schmeißen, die Wohnung kündigen und auf ins Abenteuer. Rucksack auf den Rücken und los geht es, die Welt erkunden. Aber neben ordentlich Organisationstalent und einer offenen Art, braucht es auch Geld, um reisen zu können. Wer weiter als bis ins nächste Dorf kommen will, oder auch mal einige Aktivitäten auf der Reise mitmachen möchte, der muss sich seinen Lebensunterhalt irgendwie finanzieren. Zum Glück leben wir heute in Zeiten, in denen man mit genügend Enthusiasmus und guten Englischkenntnissen eigentlich fast überall einen Job findet. Aber Travel-Job ist nicht gleich Travel-Job. Hier sind zehn Wege, wie ihr auf eurer Weltreise nebenbei Geld verdienen könnt.

Jobs im Service

Es ist eigentlich egal, ob ihr auf Gran Canaria seid, oder in New York, oder in einem verschlafenen Bauerndorf in England. Service-Kräfte werden fast immer gesucht. Wenn ihr zunächst wirklich nur einen Job sucht um „überleben“ zu können, so ist es wohl der einfachste Weg. Bereitet einen Lebenslauf vor und geht von Restaurant zu Supermarkt und von Tankstelle zu Hotel, um einen Job im Service zu ergattern. Die meisten Länder haben inzwischen einen Mindestlohn eingeführt, mit dem ihr im Idealfall über die Runden kommt. Geht offen auf die Leute zu und zeigt Engagement. Dann werdet ihr schnell etwas finden.

Promotion

Ebenfalls Jobs, die man buchstäblich auf der Straße findet, sind Promotion-Jobs. Gerade in Großstädten gibt es eigentlich immer NGOs oder Unternehmen, Versicherungen und so weiter, die Leute suchen, die auf der Straße potenzielle Kunden ansprechen. Dabei müsst ihr nicht immer für ein Theater werben oder für ein Modegeschäft. Auch Institutionen wie Green Peace oder Unicef suchen immer engagierte Mitarbeiter, die auch mal etwas mehr als den gesetzlichen Mindestlohn verdienen oder eine kleine Provision pro neu geworbenen Kunden bekommen.

Humanitäre Arbeit

Das schlägt in eine ähnliche Kerbe wie das Arbeiten als Promoter für Green Peace. Aber wirkliche humanitäre Arbeit geht noch viel weiter. Ihr könnt als ehrenamtlicher Entwicklungshelfer oder als freiwillige Betreuungskraft eigentlich in fast jedem Entwicklungsland eingesetzt werden. Allerdings solltet ihr euch vorher gut informieren. In einigen Hilfsprogrammen müsst ihr selbst die Unterkunft und Verpflegung bezahlen. Und nicht bei jeder Stelle gibt es ein Gehalt. Erwartet also nicht zu viel, wenn ihr in der humanitären Hilfe arbeiten wollt. Wenn ihr euch aber ausführlich informiert und leidenschaftlich bei der Sache seid, so kann auch diese Arbeit eine tolle Lebenserfahrung sein.

Work exchange

Plattformen wie workaway.com bieten euch noch eine ganz andere tolle Möglichkeit auf Reisen Geld zu verdienen. Wenn ihr auch auf der Website registriert, so könnt ihr auf Tausende von Angeboten auf der ganzen Welt zugreifen. Hier findet ihr Stellenausschreibungen für Service-Jobs, sowie Au Pair Angebote, aber auch sehr viele Privatpersonen, die euch ein Bett und Verpflegung anbieten, wenn ihr ihnen helft, ihr Haus zu renovieren oder ihren Hof zu bewirtschaften. Es gibt hier wirklich unendlich viele Möglichkeiten, wie ihr einfach in alle möglichen Länder reisen und schon im Vorfeld Arbeit und Unterkunft geplant haben könnt. Zudem trefft ihr oft auf lokale Bewohner und lernt somit das Land noch einmal viel intensiver kennen.

Englisch und Deutsch unterrichten

Ihr könnt auch versuchen, euch im Ausland als Lehrer zu beweisen. Denn der Mangel an Lehrkräften ist nicht nur hierzulande ein Problem. Allerdings müsst ihr euch im Voraus genau informieren, wie die Bestimmungen für Lehrer in dem jeweiligen Land sind. Einige Schulen wollen nur ausgebildetes Fachpersonal, oder würden euch höchstens eine kleine Aushilfsstelle anbieten. Andere Schulen hingegen würden euch mit offenen Armen empfangen oder euch sogar Fortbildungen und Ähnliches anbieten. Es kommt eben immer darauf an, wie die Lage und die gesetzlichen sowie gesellschaftlichen Bestimmungen sind.

Jobs in der Pflege

Wieder hat nicht nur Deutschland das Problem eines Pflegenotstands. Auch andere Länder haben Schwierigkeiten, genug Personal für die Versorgung und Pflege von kranken oder älteren Menschen zu finden. Und da kommt ihr ins Spiel. Natürlich gibt es auch hier einige gesetzliche Bestimmungen, die es zu beachten gilt. Wenn ihr bereits Erfahrung in der Pflege habt oder sogar eine abgeschlossene Berufsausbildung, dann werdet ihr fast überall schnell eine Festanstellung finden. Aber auch wenn ihr diese Qualifikationen nicht vorweisen könnt, schadet es nicht euch als Pflegehelfer oder Aushilfe zu bewerben. Etwas Schlimmeres als eine Absage wird euch nicht erwarten.

Eigenen Job ausüben

Nun kommen wir langsam in die Richtung der lukrativeren Jobs. Wenn ihr einen längeren Auslandsaufenthalt plant oder ein bestimmtes Land besser kennenlernen wollt, dann könnt ihr versuchen in eurem eigenen Berufsfeld Fuß zu fassen. Gute Englischkenntnisse sind hier natürlich Pflicht. Auch bereits vorher gesammelte Auslandserfahrungen können euch hier helfen. Solltet ihr ein abgeschlossenes Studium, oder eine abgeschlossene Berufsausbildung haben, schadet es in keinem Fall einem Job in dem euch bekannten Berufsfeld zu suchen.

Web-Designer

Ihr seid frisch aus dem Abitur oder dem Studium gestolpert und wisst, dass ihr unbedingt reisen wollt, aber habt gefühlt keinen Plan von Nichts? Kein Problem! Web-Designer werden immer gesucht. Und sie sind gut bezahlt. Was ihr für diese Arbeit braucht, ist in jedem Fall Know-How. Das könnt ihr euch entweder versuchen selbst anzueignen, oder ihr besucht Kurse und Fortbildungen auf eigene Faust. Am besten baut ihr euch von Zuhause aus ein Netzwerk auf und akquiriert Kunden, für die ihr während eurer Reise arbeiten könnt.

Travel-Blogger oder Influencer

Diese Art Geld zu verdienen musste auch einen Platz in unseren Tipps finden. Auch wenn natürlich klar ist, dass man sich nur wirklich seinen Lebensunterhalt verdienen kann, wenn man eine entsprechende Reichweite hat. Und im besten Fall auch Firmen, mit denen man ab und zu mal zusammenarbeiten kann. Fakt ist: wenn ihr es wirklich schafft euch euren Lebensunterhalt nur durch euren Blog oder YouTube-Channel zu verdienen, dann seid ihr echt gut. Und habt wahrscheinlich vorher Jahre an Arbeit in eure Plattform und Reichweite gesteckt.

Digitaler Nomade werden

Das hier ist quasi die Königsdisziplin, die Endstufe des Arbeitens auf Reisen. Der Traum der Träume, wenn man so will. Ihr reist bequem durch die Gegend, erkundet abgelegene Orte, nehmt an spannenden Ausflügen teil, und lernt nebenbei Gott und die Welt kennen. Euer Geld bezieht ihr durch den kleinen Laptop in eurer Tasche, den ihr immer dann aufklappt, wenn es euch gerade passt. Ganz egal ob erfolgreicher Web-Designer, oder Autor, Journalist oder Photograph. Ihr habt ein großes Netzwerk an Kunden, eine gute Anzahl an Aufträgen und seid in der Branche bekannt und beliebt. Dann habt ihr es wirklich geschafft. Ihr könnt euch mit eurem MacBook auf dem Schoß zurücklehnen und in Ruhe euren Cocktail unter Palmen genießen.


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