Reisen in Zeiten des Coronavirus – gibt es Auswirkungen auf die Umwelt?

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Momentan ist es schwierig einen Fuß vor die Haustür zu setzen, geschweige denn zu Reisen. Das Coronavirus, oder auch Covid-19, fegt in einem Sturm über die Welt und vor allem Europa ist stark betroffen. Doch ab und zu erreichen uns in unserer Selbst-Isolation auch gute Nachrichten. In Venedig wird das Wasser in den Kanälen wieder klarer und auch der Kohlendioxidanteil ist der Luft verringert sich. Doch wie sieht Reisen in Zeiten des Coronavirus aus?

Das Coronavirus- ein kurzer Überblick

Seit Anfang des Jahres werden unsere Medien mit Nachrichten über das Coronavirus überflutet. Das Virus fand seinen Ursprung mutmaßlich in China und breitete sich durch die globale Vernetzung rasend schnell aus. In Europa ist Italien am stärksten betroffen aber auch Frankreich, Deutschland und viele weitere Länder kämpfen mit dem Virus. Die WHO (World Health Organization) hat Covid-19 zu einer Pandemie erklärt.

In unserem Alltag ist der Virus sehr wohl zu spüren. Straßen wirken teilweise wie leer gefegt und wir achten darauf, einen gewissen Abstand zu anderen Personen zu wahren. Dies ist wichtig, um dem Virus nicht dabei zu helfen, sich noch schneller auszubreiten. Doch schauen wir im Moment die Nachrichten, erreichen uns nicht nur Schlagzeilen von Hamsterkäufen, Quarantäne und Atemmasken. Denn einige Informationen behaupten, dass sich die Umwelt in kürzester Zeit von der Umweltverschmutzung erholen zu scheint. Kann das denn sein?

Reisen in Zeiten des Coronavirus – was bedeutet das?

Aufgrund der Corona-Pandemie wurde vom Auswärtigen Amt eine weltweite Reisewarnung bis mindestens Ende April 2020 ausgesprochen. Dabei warnen sie vor sämtlichen nicht notwendigen, touristischen Reisen in das Ausland. Einige Gründe dafür sind, die immer stärkeren Ein- und Ausreiseverbote in einigen Ländern. So besteht nicht nur die Gefahr einer Ansteckung, sondern auch die, dass man möglicherweise in dem Land feststeckt und nicht nach Hause kommt. Deutschland arbeitet sogar daran, weltweit alle Deutschen Touristen wieder ins Land einfliegen zu lassen, damit ihnen das deutsche Gesundheitssystem in der Not zur Seite stehen kann.

Auch Kreuzfahrtschiffe sind stark von diesen Reisebeschränkungen betroffen. So gibt es bereits in vielen Häfen ein Anlegeverbot für Kreuzschiffe, diese müssen dann durch Routenänderung einen neuen Hafen finden und die Passagiere müssen meist erst in Quarantäne auf dem Schiff bleiben. Ebenso werden inzwischen auch an den Ländergrenzen zu Dänemark, Frankreich, Schweiz, Österreich und Luxemburg wieder kontrolliert. Aufgrund wegfallender Flugverbindung und dem Streichen vieler Flüge rät das Auswärtige Amt deutschen Urlaubern, so schnell wie möglich die Heimreise anzutreten. Bei Quarantänemaßnahmen, die im Reiseland möglicherweise angeordnet worden seien, müssen die Anordnung lokaler Gesundheitsbehörden vor einer Einreise nach Deutschland, in diesem Land befolgt werden.

Gibt es positive Auswirkungen für unsere Umwelt?

Durch die weitestgehende Einstellung des Flug-und Schiffverkehrs, könnte man meinen, dass auch unsere Umwelt davon profitiert. Seit einigen Jahren wird schon geraten, umweltfreundlicher zu reisen. Das Flugzeug und Schiff kann man auch gegen den Zug austauschen. Auch viele Autofahrten fallen, dadurch dass die Menschen größtenteils zu Hause bleiben, weg. Die Liste der negativen Folgen des Coronavirus ist sehr lang, daher ist es kaum vorstellbar, dass aus dieser belastenden Zeit auch etwas Gutes für die Umwelt hervorgehen könnte.

Durch die Ausbreitung des Covid-19 läuft China seit Januar auf Sparflamme, was verheerende Folgen für die Weltwirtschaft mit sich bringt. Doch auch die Luftverschmutzung ist seitdem um einiges zurückgegangen. In einer Mitteilung der Nasa heißt es: „Es gibt Hinweise darauf, dass die Änderung zumindest teilweise mit der wirtschaftlichen Abkühlung durch den Ausbruch des Coronavirus zusammenhängt“. Die Umweltforscherin Fei Liu vom Goddard Space Flight Center der Nasa wird in der Mitteilung ebenfalls zitiert. „Dies ist das erste Mal, dass ich für ein bestimmtes Ereignis einen so dramatischen Rückgang über ein so weites Gebiet sehe“, sagt sie. Auch sagt Liu, dass der starke Rückgang der Luftverschmutzung 2020 keine Überraschung sei, da landesweit viele Städte Maßnahmen ergriffen haben um das Virus am Verbreiten zu hindern.


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