Exotische Tiere – Weit ab von Fuchs und Hase

Tucan by K.Mitch Hodge via Unsplash

Hunde und Katzen sind für viele von uns alltägliche Begleiter. Die meisten haben vermutlich schon mal ein Wildschwein gesehen oder von einem Wolf gehört, der durch die Wälder Deutschlands streift. Doch das ist auch schon das exotischste Tier, das hier bei uns zu finden ist. Im Zoo haben kommen wir schon eher mit exotischen Tieren in Kontakt und können uns diese wunderschönen und weit entfernt lebenden Tiere, aus der Nähe ansehen. Doch wirklich viel wissen die meisten über die exotische Tierwelt kaum. Und bekanntermaßen interessiert uns das Unbekannte sehr. Hier bringen wir euch fünf exotische Tiere mal etwas näher.

Wasserschwein

Wenn du ein Meerschweinchen zu Hause hast, dann weißt du sicherlich, dass der Name sehr irreführend ist. Die kleinen Nager können nämlich gar nicht schwimmen und mögen Wasser bzw. das Meer schon mal gleich gar nicht. Tatsächlich aber gibt es schwimmende Schweine, und zwar die Wasserschweine.

Das Wasserschwein ist der weltweit größte Vertreter der Nagetiere und ist mit dem Meerschweinchen eng verwandt. Sie sehen auch ein wenig wie diese aus, sind nur um einiges größer und borstiger. Außerdem haben Wasserschweine vier große Nagezähne, mit denen sie einiges an Schaden anrichten können. Sie können eine stolze Größe von einem halben Meter hoch und 1,30 Meter lang werden. Wasserschweine (auch Capybara genannt) sind ausschließlich in Südamerika zu finden, wo sie auch nur in Panama und Argentinien vorkommen und gehören damit zu den exotischen und seltensten Tieren.

Eine der Lieblingsbeschäftigungen der Wasserschweine ist es – wie nicht anders zu erwarten – schwimmen zu gehen. Dafür haben sie Schwimmhäute zwischen den Zehen, die ihnen das Paddeln besser ermöglichen. Wenn Gefahr droht, verstecken sich die Capybara im Wasser, bis nur noch Ohrenspitzen, Augen und Nase zu sehen sind. Wenn es sich wirklich bedroht fühlt, kann das Wasserschwein bis zu fünf Minuten untertauchen. An Land kann es auch beeindruckend schnell werden, wenn es denn gerade möchte. Wasserschweine sind in jedem Fall exotische Tiere.

Wasserschwein by Hans via Pixabay
Das Wasserschwein kann bis zu fünf Minuten die Luft anhalten. Image by Hans via Pixabay

Siamesischer Kampffisch

Dieses kleine Tierchen ist in Thailand und Kambodscha anzutreffen, wo es für Schau- und Wettkämpfe gezüchtet wurde. Der Kampffisch ist wild, in erster Linie stark revierbildend und hat kein Verständnis für Eindringlinge. Da er oft in der Zucht oder als Haustier in Aquarien gehalten wird, muss hier besonders stark darauf acht gegeben werden, dass er die anderen Fische nicht verdrängt oder gar angreift.

Auszeichnen tut sich der siamesische Kampffisch durch seine meist rot-braunen glänzenden Schuppen, wobei es die gezüchtete Form nahezu in jeder Farbkombination gibt. Er besitzt eine fahnenartige Rücken- und Schwanzflosse, die ihm ein magisches Aussehen verleiht. Diese Fische können bis zu sieben Zentimeter groß werden und erreichen meist ein Alter von rund vier Jahren. Besonders interessant bei den Kampffischen ist, dass sie das sogenannte Labyrinthorgan besitzen. Dieses erlaubt ihnen atmosphärischen Sauerstoff aus der Luft aufzunehmen. Daher sind sie in der Lage auch in relativ warmen und daher sauerstoffarmen Wasser zu überleben. Exotische Tiere sind die siamesischen Kampffische auf jeden Fall da sie durch das Aussehen und die bemerkenswerten Eigenschaften überzeugen und einen Platz unter den top Fünf verdienen.

Siamesischer Kampffisch by edriqstudio via pixabay
Die markanten Farben des siamesischen Kampffisches. Image by Edriqstudio via Pixabay

Ozelot

Das Ozelot stammt von der Familie der Katzen ab und ist eine in Mittel- und Südamerika lebende Raubtierart. Die Katze erreicht eine Körperlänge von bis zu 101 Zentimeter und ist damit der größte Vertreter der Kleinkatzen. Ihr Schwanz kann sogar eine Länge von 50 Zentimetern erreichen.

Das Ozelot ähnelt stark einem Gepard oder Leopard und zeichnet sich in erster Linie durch ihr geflecktes Fell aus. Ihr Hals und ihr Bauch sind weiß, die Ohren nicht spitz, sondern rundlich und weisen ebenfalls weiße Flecken auf. Je nach Lebensraum kann ihr weiches Fell eine hellgelbe, ockerfarbende oder graue Färbung annehmen. Wie die meisten Raubkatzen ist das Ozelot nachtaktiv und spürt ihre Beute auf. Tagsüber dagegen, schläft sie in Bäumen, Sträuchern aber auch Bodenvertiefungen. Da sie ein begnadeter Kletterer ist, gehören auch Vögel zu ihrem Beuteschema, was für eine Raubkatze recht ungewöhnlich ist. Die kleine Raubkatze wird nicht als gefährlich eingestuft, dennoch steht sie unter Schutz. Vor allem in den 60er bis zu den 80er Jahren wurde mit ihrem Pelz gehandelt und hat die Art somit gefährdet.

Ozelot by joelfotos via Pixabay
Das Ozelot ist dem Jaguar sehr ähnlich. Image by Joelfotos via Pixabay

Pfeilgiftfrosch

Klein aber oho. Der Pfeilgiftfrosch gilt als eines der giftigsten Tiere überhaupt. Er kommt nur in einem sehr kleinen Areal vor und zwar in der Region um den Fluss Rio Saija nahe der Pazifikküste Kolumbiens. Er wohnt in dem tropischen Regenwald, welcher dort wächst und besiedelt vor allem den Waldboden.

Der Pfeilgiftfrosch ist ein buntes, kleines Kerlchen, welches von rot über orange bis hin zu blau und grün alle Farben aufweisen kann. Damit schreit er seinen Feinden gerade zu entgegen: „Lasst mich in Ruhe, ich bin giftig!“ Und das ist keine leere Warnung. Denn mit seinem Krampfgift „Batrachotoxin“ lähmt er die Muskeln und die Atmung seiner Angreifer. Bei Menschen kann eine Vergiftung mit 0,002 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht innerhalb von 20 Minuten zum Tod führen. Tatsächlich sind aber nur drei von 250 verschiedenen Arten wirklich tödlich. Daher solltest du dich vom Schrecklichen-Pfeilgiftfrosch, dem zweifarbigen Blattsteiger und dem Goldstreifen-Blattsteiger nach Möglichkeit fernhalten. Der Name der Frösche kommt daher, dass früher die Chocó-Indianer das Gift für ihre Jagd mit dem Blasrohr benutzt haben. Der Pfeil wurde mit dem Gift beschmiert und auf Vögel und kleine Säugetiere geschossen.

Pfeilgiftfrosch by Pixel-mixer via Pixabay
Die bunten Farben des Pfeilgiftfroschs warnen den Angreifer vor seinem Gift. Image by Pixel-Mixer via Pixabay

Tukan

Exotische Tiere sind auch die Tukane. Majestätisch fliegen die bunt gefiederten Vögel über die tropischen Regionen von Mittel- und Südamerika. Sie sind von Mexiko bis ins südöstliche Brasilien und in die Provinz Misiones im nordöstlichen Argentinien verbreitet. Von tropischen Regenwäldern bis zu subtropischen Wäldern ist der Tukan nicht wählerisch. Die reinen Baumbewohner bauen auf den verschiedensten Bäumen ihre Nester.

Das auffälligste Merkmal des Tukans ist sein großer Schnabel. Tatsächlich gibt es rund 45 verschiedene Tukan-Arten. Am bekanntesten ist jedoch der Tukan mit dem weißen Latz, dem schwarzen Gefieder und dem gelben Schnabel. Viermal so groß wie sein eigener Kopf kann der Schnabel eines Tukan werden und zwar bis zu stolzen 20 Zentimetern lang. Er sieht sehr schwer aus, ist aber in Wahrheit hohl und sehr leicht. Jeder Tukan hat eine einzigartige Färbung, daher vermutet man, das sich die Vögel gegenseitig an den Schnäbeln erkennen können.

Tucan by Traphitho via Piaxabay
Jeder Tukan hat eine einzigartige Schnabel- Färbung. Image by Traphitho via Pixabay

Image by K.Mitch Hodge via Unsplash

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