Flugangst ergründen

Was stresst uns eigentlich, wenn wir uns auf einem Flug nicht wohlfühlen? Manchmal genügt es schon, sich besonnen vor Augen zu führen, welche meist unbekannten technischen Faktoren um uns herum uns verunsichern. Wenn wir das herausgefunden haben, können wir uns besser darauf konzentrieren und versuchen sich mit der Tatsache, die einem ein unwohles Gefühl bereitet, besser auseinanderzusetzen. Wir haben die wichtigsten Stressmacher, die zur Flugangst führen, aufgelistet und mit weiterführenden Links ergänzt.

Die Geräusche

Für Vielflieger sind die einzelnen Geräuscharten und Geräuschpegel auf einem Flug irgendwann eine bekannte Sache. Für alle anderen, die unter Flugangst leiden, ist das Hineinhorchen in teilweise ungewohntes Brummen, Surren und Quietschen ein ganz schöner Stressakt. Daher ist es vielleicht hilfreich einen Blick in dieses Video zu werfen: Hier referiert ein Pilot über alle Geräusche, die während eines Fluges zu hören sind.

Der Platzmangel

Die Blechröhren, in denen wir uns durch die Lüfte bewegen, sind zwar echte Platzwunder aber eine Lounge zum entspannten Räkeln sind sie natürlich nicht. Für jeden Platzangst-Anfälligen kann der Trip in den engen Reihen eines Billigfliegers eine Herausforderung werden. Ein bisschen Trost mag sein, dass die Airlines weltweit wieder mehr Rücksicht auf den Platzkomfort zu nehmen scheinen. Es werden neue Klassen etabliert (Premium Economy) und Designer arbeiten an neuen Innenausstattungen. Dieser Artikel gibt für alle, die sich auf den engen Plätzen unwohl fühlen einen Überblick über die Flugzeugkabine der (nahen) Zukunft.

Die Turbulenzen

Als Gelegenheitsfluggast wird man sich mit den Hopsern und Rüttlern vermutlich nie richtig anfreunden. Vielflieger dagegen lassen leichte Turbulenzen kalt. Sie ziehen erst die Augenbrauen hoch, wenn der Bordservice seine Trolleys in Sicherheit bringt und sich ebenfalls in den angeschnallten Zustand begibt. Dann gibt‘s erst einmal eine Zeitlang keinen Kaffee mehr. Alle Flug-Profis winken ab, wenn es um die Panik vor Turbulenzen geht. Die Flugzeuge haben angeblich auch mit schweren Turbulenzen kein Problem. Nur in der Kabine sollte halt nichts herumfliegen. Mehr Details gefällig? Hier einmal ein informativer Artikel mit ausführlichen Erklärungen zum Schüttel-Phänomen.

Die Medien

Nachrichten über Flugzeugabstürze sind selbstverständlich immer Katastrophenmeldungen, die uns aufschrecken lassen. Das damit verbundene Leid von Angehörigen wird über Tage und Wochen sehr emotional vermittelt. Im zeitlichen Umfeld solcher Ereignisse einen Flug anzutreten ist für alle Passagiere nicht selbstverständlich. Es gilt dann, trotz der starken Eindrücke, die Vernunftsargumente aufzurufen: die absolute Seltenheit solcher Vorfälle (im Vergleich zum hierbei stets zitierten Risiko im Straßenverkehr). Lest hier ein Interview mit der Diplom-Psychologin Linda Föhrer kurz nach dem Germanwings Absturz im Jahr 2015.


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