FLUGANGST ERGRÜNDEN

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Stettin_1927_-_Carl_Meurling_%26_Yngve_Larsson_-_Lufthansa.jpg

Vielleicht ein tröstliches Bild beim nächsten flauen Boeing-Flug: 1927 stiegen tatsächlich Passagiere in diesen luftigen Albatros ein.

Was stresst uns eigentlich, wenn wir uns auf einem Flug nicht wohlfühlen? Manchmal genügt es schon, sich besonnen vor Augen zu führen, welche meist unbekannten technischen Faktoren um uns herum uns verunsichern. Wir haben die wichtigsten Stressmacher aufgelistet und mit weiterführenden Links ergänzt.

 

  1. DIE GERÄUSCHE: Für Vielflieger sind die einzelnen Geräuscharten- und pegel auf einem Flug irgendwann eine bekannte Sache. Für alle anderen ist das Hineinhorchen in teilweise ungewohntes Brummen, Surren und  Quietschen ein kleiner Stressakt. Unser Linktipp: In diesem kurzen Video referiert ein Pilot über alle Geräusche, die während eines Fluges zu hören sind.
  2. DER PLATZMANGEL: Die Blechröhren, in denen wir uns durch die Lüfte bewegen sind zwar echte Platzwunder aber eine Lounge zum entpannten Räkeln sind sie natürlich nicht. Für jeden Platzangst-Anfälligen kann der Trip in den engen Reihen eines Billigfliegers eine Herausforderung werden. Ein bißchen Trost mag sein, dass die Airlines weltweit wieder mehr Rücksichtig auf den Platzkomfort zu nehmen scheinen. Es werden neue Klassen etabliert (Premium Economy) und Designer arbeiten an neuen Innenausstattungen. Unser Linktipp: Dieser Artikel gibt einen Überblick über die Flugzeugkabine der (nahen) Zukunft.
  3. DIE TURBULENZEN: Als Gelegenheitsfluggast wird man sich mit den Hopsern und Rüttlern vermutlich nie richtig anfreunden. Vielflieger dagegen lassen leichte Turbulenzen kalt. Sie ziehen erst die Augenbrauen hoch, wenn der Bordservice seine Trolleys in Sicherheit bringt und sich ebenfalls in den angeschnallten Zustand begibt. Dann gibts erstmal eine Zeitlang keinen Kaffee mehr. Alle Flug-Profis winken ab, wenn es um die Panik vor Turbulenzen geht. Die Flugzeuge haben angeblich auch mit schweren Turbulenzen kein Problem. Nur in der Kabine sollte halt nichts herumfliegen. Mehr Details gefällig? Unser Linktipp: Ein informativer Artikel mit ausführlichen Erklärungen zum Schüttel-Phänomen.
  4. DIE MEDIEN: Nachrichten über Flugzeugabstürze sind selbstverständlich immer Katastrophenmeldungen, die uns aufschrecken lassen. Das damit verbundene Leid von Angehörigen wird über Tage und Wochen sehr emotional vermittelt. Im zeitlichen Umfeld solcher Ereignisse einen Flug anzutreten ist für alle Passagiere nicht selbstverständlich. Es gilt dann, trotz der starken Eindrücke, die Vernunftsargumente aufzurufen: die absolute Seltenheit solcher Vorfälle (im Vergleich zum hierbei stets zitierten Risiko im Straßenverkehr). Unser Linktipp: Ein Interview mit der Diplom-Psychologin Linda Föhrer kurz nach dem Germanwings Absturz im Jahr 2015.